GESCHICHTE

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KohlerKnives verwendet Jahrhunderte alte Techniken zum Herstellen dieser aussergewöhnlichen Messer.

Aus Kohlen- und Nickelstahl fertigt KohlerKnives die härtesten Klingen und schärfsten Jagd- sowie Küchenmesser.

Als absolutes Novum arbeiten wir mit einer noch älteren Technik Kupfer, Messing und Nickel in die Damastklingen ein. So entstehen unvergleichlich schöne Messerunikate wie die FusionXserie.

DAMASTSTAHL

Der Ausdruck Damaszenerstahl wurde im Orient bereits im ersten Jahrtausend verwendet. Als Damaszenerstahl wird ursprünglich der im Tiegel in der Schmelze hergestellte Stahl mit einer Maserung bezeichnet, der im indisch-orientalischen Raum hergestellt wurde. Die Herstellung endete im 18. Jahrhundert, über die Hintergründe gibt es unterschiedliche Thesen. Aus diesem Stahl mit einer teilweise gut sichtbaren Maserung wurden vor allem Rüstzeug und Blankwaffen hergestellt.

Im deutschsprachigen Raum kennt man vor allem den modernen Schweißverbund gehärteter und weicher Schichten aus Industriestahl als "Damaszenerstahl". International wird der Begriff "Damaszenerstahl" unterschiedlich ausgelegt. Zum Beispiel wird in den USA der moderne Schweißverbund erst seit 1973 als „Damaszenerstahl“ bezeichnet. Die Ausdrücke "damaszieren" und "Damaszenerstahl" werden auch für die verschiedenen vorindustriellen historischen Stähle verwendet. Aufgrund der Gleichsetzung durch die Begriffserweiterung ist die fälschliche Annahme verbreitet, dass der Verbund aus gehärteten und weichen Stahlschichten seinen Ursprung in der Antike hat. Die Gemeinsamkeit zu den historischen Stählen, die bis weit über das Mittelalter hinaus hergestellt wurden, ist jedoch lediglich der Akt der Feuerverschweißung. Man muss zwischen den unterschiedlichen Arten von Schweißstählen unterscheiden.

 

Die Feuerverschweißung ist so alt wie der Stahl selbst, nur durch sie konnte überhaupt aus Eisenerzen ein brauchbarer Stahl hergestellt werden. In Europa mussten von Beginn der Eisenzeit (ca. 800 v. Chr.) bis zur Umsetzung des Windfrischverfahrens durch Bessemer 1855 die Stähle sämtlicher Stahlherstellungsverfahren mehrmals ausgeschmiedet, zusammenfaltet und verschweißt werden, um sie zu reinigen, reifen zu lassen und Konzentrationen zu lösen. Entsprechend weisen alle vorindustriell hergestellten Stähle eine mehr oder weniger gut sichtbare Maserung auf. Bis zur Nutzung der Elektrizität konnten Stähle nur durch die Feuerverschweißung miteinander verschweißt werden. Praktisch das einzige europäische Stahlherstellungsverfahren, bei dem keine Schmiedearbeit und Feuerverschweißungen zur Stahlherstellung nötig waren, ist das von B. Huntsman 1740 entwickelte Verfahren zur Gussstahlherstellung im Tiegel.

Textquelle WIKIPEDIA

MOKUMEGANE

Mokume-Gane ist eine Schmiedetechnik, die ihren Ursprung in Japan um 1600 hat. Je nach vorliegender Quelle kann auch ein Jahr um 1700 benannt sein, ausgehend von der Annahme, dass Denbei Shoami der Erfinder von Mokume-Gane ist.

Der Name charakterisiert das typische Aussehen der Schmiedeteile. (Mokume, wörtlich „Holzaugen“) bedeutet „Holzmaserung“ und Kane bedeutet „Metall“. Parallel dazu entstanden sind noch Itame-Gane (augenförmige Musterung) und Masame-Gane (parallele Musterung). Die ergänzte Bezeichnung Mokume-Gane-Damast rührt von der, europäisch geprägten, sichtbaren Kreuz-Musterung her, hierbei handelt es sich aber um einen europäischen Neologismus.

Das Ausgangsmaterial, auch als Schichtblock bezeichnet, für diese Techniken entsteht aus dünnen Metallplatten, die durch Schmieden miteinander verschweißt werden, wie bei der Technik zur Herstellung von Damaszener Stahl. Bei Mokume-Gane werden bevorzugt Metalle und Metalllegierungen kombiniert, die anschließend ein möglichst kontrastreiches Muster ergeben. Wichtig ist, dass die verwendeten Metalle ähnliche physikalische Eigenschaften wie Härte und Schmelztemperatur besitzen, da das Verschweißen der Metallplatten kurz unterhalb der Schmelztemperatur erfolgt. Typische Legierungen in japanischen Schmiedearbeiten sind z. B. Shakudō, Shibuichi und Kuromidō. Gold und Silber wurden anfangs selten verwendet, da die genannten Legierungen vorgezogen wurden. Ein modernes Material, da europäischen Ursprungs, stellt Corinthium aes dar. Wenn der Schichtblock hergestellt ist, bekommt er durch vielfältige Weiterverarbeitung mit verschiedensten Schmiede-, Ätz- und Gravierungstechniken sein individuelles Muster.

Auf Grund der hoch entwickelten Schmiedetechnik und der guten Verfügbarkeit farbiger Metalllegierungen verbreitete sich die Mokume-Gane-Technik damals sehr weitläufig in Japan. In der heutigen Zeit wird diese sehr aufwändige und teure Schmiedetechnik nur noch von wenigen Gold- und Silberschmieden verwendet, um individuelle Schmuckstücke herzustellen, wobei seit 2004 im deutschen Markt Mokume-Gane verstärkt (neu-)entdeckt und aufgegriffen wird.

Textquelle WIKIPEDIA